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Geschichte

 

 

Hier finden sie einen chronologischen Abriss über die Vereinsgeschichte des

KKMV Erbes-Büdesheim

(recherchiert von unserem Vereinsmitglied Peter Pfeiffelmann)


Gründer des KKMV 1898

 

Zunächst wurde am 3. Mai 1896 unter dem Vorsitz von Pfarrer Johannes Ev. Ackermann der Kirchengesangverein "Cäcilia" gegründet, welcher aus 42 aktiven und 41 inaktiven Mitgliedern bestand. Im Laufe des Jahres wurde dann innerhalb des Kirchengesangvereins eine eigenständige Musikabteilung gegründet. Im April des folgenden Jahres (1897) wurden im Bensheimer Konvikt von Rektor Huppert zehn gebrauchte Instrumente angeschafft, womit der Grundstock des Musikvereins gelegt wurde.

In den Anfangsjahren lag die Führung des Vereines allein in den Händen des jeweiligen Dirigenten, mangels eines Vorstandes. Lehrer Georg Faust übernahm damals die musikalische Leitung. Ihm gelang es in kürzester Zeit aus den jungen, unerfahrenen Musikern eine Kapelle zu formen, die dann am 2. Juli 1899 beim Cäcilienfest in Bingen spielte.

In den folgenden Jahren vergrößerte sich die Mitgliederzahl, es wurden mehr und mehr Instrumente angeschafft und das öffentliche Interesse an der Kapelle wuchs.

Aus dem Protokollbuch geht hervor, dass der Kirchenmusikverein im Jahre 1902 bei der Fahnenweihe des Cäcilienfestes und auch bei der Papstfeier im darauffolgenden Jahr mitspielte und seitdem an allen kirchlichen Hochfesten stets mitwirkte.

Am 27. Dezember 1903 verstarb der Dirigent, Lehrer Faust, im Alter von nur 46 Jahren. Dessen Nachfolge trat 1904 Lehrer Schipper an. Unter seiner Leitung trat der Kirchenmusikverein zum ersten Mal bei einem weltlichen Anlass auf: im Jahr 1905 anlässlich einer Gemeindeveranstaltung bei der Hochzeit der königlichen Hoheiten, Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein und Großherzogin Eleonore Solms aus Lich. Als Anerkennung hierfür bekamen die Musiker ein Fässchen Bier (damals zu 17 Pfennig/Liter).

Am 3. Juni 1907 legte Lehrer Schipper den Dirigentenstab nieder und wurde am 5. Juni 1907 durch Jakob Engelmann ersetzt.

Am 17. Oktober 1907 wurden die Statuten des Musikvereins beschlossen, die den Zweck, die Mitgliedschaft und die Tätigkeiten des Vereins festlegten. Von diesem Tag an hatte der Verein einen eigenen Vorstand. Er setzte sich zusammen aus den Herren: Philipp Herberg, Jakob Engelmann, Ludwig Wildmann, Ernst Lang, Martin Stappert, Johann Wildmann, Fritz Wildmann, Johann Hauck, Johann Diehl, Jakob Flörcks III., Valentin Hauck, Jakob Eisinger, Karl Stappert und Jakob Flörcks. Außerdem wurde eine Vereinskasse mit monatlichem Mitgliedsbeitrag von 10 Pfennigen eingerichtet.

Bis zum Jahre 1914 engagierte sich der Verein immer stärker, sowohl bei kirchlichen wie auch weltlichen Veranstaltungen. Als schließlich der 1. Weltkrieg ausbrach, wurden fast alle aktiven Mitglieder eingezogen, so dass ein aktives Vereinsleben nicht mehr möglich war. Viele der Mitglieder kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück, doch bereits im Herbst 1914 wurde das Vereinsleben wiederbelebt durch einige Musiker unter der Leitung von Jakob Engelmann.

Am 12. November 1920 verstarb Dekan Johann Ackermann, der den Grundgedanken eines eigenständigen Musikvereins hatte und dieser durch die Gründung des Katholischen Kirchenmusikvereins verwirklicht worden war.

1921 wurde die Pfarrei Erbes-Büdesheim durch Pfarrer Reuter übernommen, er engagierte sich sehr für die Kirchenmusik und veranlasste, dass künftig auch bei Gottesdiensten in den Gemeinden Nack und Wendelsheim musiziert wurde.

1926 beging der Verein sein 30jähriges Jubiläum mit einem drei Tage dauernden Fest im Hofe von Frau Philipp Gerhard.

1928 schließlich wurde Jakob Engelmann (nach 21jähriger Tätigkeit) als Dirigent durch Johann Wildmann abgelöst.

Im Jahr 1933 musste sich mancher Verein im Zuge der "Gleichschaltung der Vereine" auflösen. So wurden vorsorglich die Gelder der Kirchenmusik der Kirchenkasse geschenkt. Von diesem Zeitpunkt an waren die Vereinstätigkeiten stark beeinträchtigt. Die Fronleichnamprozession durfte aus Verkehrsgründen  nicht mehr auf der Straße durchgeführt werden, aber bei staatlichen Anlässen wurde der Kirchenmusik die Mitwirkung bei Straßenumzügen befohlen. Viele Musiker mussten gegen ihren Willen teilnehmen und viele hätten gerne den Verein verlassen. Nur durch den Zuspruch der Pfarrer Adam Krämer und Andreas Malsy wurde die Auflösung des Vereins verhindert.

Im Jahr 1939, als der 2. Weltkrieg begann, wurden wiederum fast alle Musiker des Vereins eingezogen, woraufhin das Vereinsleben ein weiteres Mal zusammenbrach. Auch dieses Mal kehrten viele nicht mehr aus dem Krieg zurück. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges kehrte wieder Ruhe in das Vereinsleben ein und die Musikproben wurden wieder aufgenommen unter der Leitung des "alten" Dirigenten Johann Wildmann.

 

 

Im Jahre 1948 traf man sich anlässlich des Katholikentages in Mainz mit 30 weiteren Brudervereinen, um einen Zusammenschluss der katholischen Bläserchöre auf Bistumsebene zu erreichen. Domorganist Heino Schneider wurde nach dem Zuspruch der Vereine erster Diözesanpräses aller Bläserchöre des Bistums Mainz.

 

 

 

Verein 1954

Musiker während der Fronleichnamsprozession 1954

 

Das 60jährige Vereinsjubiläum wurde 1956 unter der musikalischen Leitung von Johann Wildmann in den Fabrikhallen von Josef Seitner begangen. Die Feierlichkeiten beinhalteten einen  Kommers, einen Festgottesdienst und ein Konzert.

 

 

1959 verstarb J. Wildmann, der 31 Jahre Dirigent des Kirchenmusikvereins gewesen war. Seine Nachfolge trat Hans Flörcks an, welcher aber bereits 1960 durch Hans Engelmann abgelöst wurde.

1961 schließlich übernahm Helmut Knopp aus Weinheim die Leitung des Vereins. In den folgenden Jahren wirkte die Kirchenmusik an vielen kirchlichen und kulturellen Festen in- und außerhalb der Gemeinde mit.

Unter der neuen geistlichen Führung von Pfarrer Karl Martin Hasenfuß wurde 1966 im Hof des ehemaligen Schlossgutes der 70. Geburtstag der Kirchenmusik begangen. In den folgenden Jahren konnten durch fleißiges und diszipliniertes Üben unter der dynamischen Führung durch Helmut Knopp stetige Fortschritte verzeichnet werden.

1971 feierte man das 75. Vereinsjahr mit dem neuen Präses Pfarrer Friedrich Götze.

Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war sicherlich die Teilnahme des Kirchenmusikvereins an der 25-Jahr-Feier des Diözesanverbandes 1973, bei der ca. 1000 Bläser aus 60 Vereinen gemeinsam musizierten.

1974 beging der Verein ein besonderes Jubiläum. Seit nun schon 50 Jahren musizierte man an Fronleichnam in Gundersheim, was damals Pfarrer Reuter einführte, der 1929 nach Gundersheim versetzt worden war.

1980 wurde eine weitere Partnerschaft geknüpft, mit der französischen Musikkapelle aus Is-sur-Tille. 1981 waren die französischen Musiker zu Gast in Erbes-Büdesheim und wirkten auch an den Kerbetagen mit. Zwei Jahre später schließlich, besuchte der KKMV seinen Partnerverein. In diesem Jahr gab es außerdem noch das 25jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Friedrich Götze zu feiern. Der Kirchenmusikverein wirkte zu diesem Anlass bei einem Konzert mit und konnte während der Kerbetage erstmals im neuen - noch im Rohbau befindlichen - Bürgerhaus musizieren.

Seinen 90. Geburtstag konnte der KKMV schließlich im Mai 1986 begehen und feierte dies traditionell  mit einem Kommers und einem Rahmenprogramm an drei Festtagen.

 

 

Musiker im Jubiläumsjahr 1986

 

In den folgenden Jahren wirkte der Verein an zahlreichen Gottesdiensten mit: zu Ostern, am Nepomukfest, Fronleichnam, Großes Gebet, Allerheiligen und natürlich dem Weihnachtsfest. An weltlichen Auftritten ist vielleicht der "Bunte Abend" anlässlich des 10jährigen Bestehens des Landfrauenvereins hervorzuheben (1987), oder auch das 1988 veranstaltete Frühjahrskonzert in Frankenthal-Studernheim, welches bei den Zuhörern großen Anklang fand.

Besonderer Wert wurde auf die Ausbildung junger Musiker gelegt, denn immer mehr "ältere" Musiker schieden aus der aktiven Vereinslaufbahn aus und es rückten nur wenige junge Musiker und Musikerinnen nach. Im Laufe der nächsten Jahre nahm die Zahl der Aktiven immer weiter ab, wodurch auch die musikalische Leistungsfähigkeit des Vereins geschmälert wurde. Manch aktiver Musiker verlor unter diesen Bedingungen die Lust am musizieren und besuchte die Musikprobe unregelmäßig oder gar nicht mehr. Dies ging schließlich soweit, dass es für den Verein schwierig wurde für kirchliche, als auch weltliche Anlässe in und außerhalb der Gemeinde, eine spielfähige Bläsergruppe aufzustellen. Erschwerend kam hinzu, dass der Dirigent Helmut Knopp schwer erkrankte, er musste für den Zeitraum von einem Jahr durch den Aktiven Bernd Jakobs vertreten werden. 

1994 beschloss der Vorstand schließlich den Dirigenten zu wechseln, um ein Auseinanderbrechen des Vereins zu verhindern. So wurde dann Helmut Knopp als Dirigent abgelöst, der er über drei Jahrzehnte hinweg gewesen war. Er hatte den Musikverein durch Höhen und Tiefen geführt und ihn zu einem harmonischen Ganzen geformt, wodurch sich der Verein im rheinhessischen Land größter Beliebtheit erfreute.

Im Januar 1994 schließlich machte der Katholische Kirchenmusikverein Erbes-Büdesheim einen entscheidenden Schritt in die Zukunft, indem er Uwe Schmitt als Dirigent verpflichtete. Dieser startete sogleich jung und dynamisch durch, in einer Weise, die sich keiner der aktiven Musiker hatte träumen lassen. Es wurde ein neues Probenkonzept erstellt, das an die Musiker hohe Anforderungen stellte. Dies zahlte sich schon bald aus, denn die Resonanz nach den ersten Auftritten unter neuer Leitung war durchweg so positiv, dass viele der pausierenden Mitglieder wieder die Freude am Musizieren und den Weg in die Proben fanden.   

Im Januar 1996 wurde außerdem eine Big Band und eine Egerländer-Besetzung ins Leben gerufen, die beiden neben den Jugendorchestern bei der 100-Jahr-Feier des KKMV am Pfingsten 1996 ihr Können unter Beweis stellten.

 

 

Dirigent Uwe Schmitt hat sich die ständige Qualitätssteigerung, sowie die Einrichtung eines großen symphonischen Blasorchesters als Ziel gesteckt.

Im 4. Quartal 2003 trennte sich der KKMV nach neunjähriger Zusammenarbeit, aufgrund stark abweichenden Zielvorstellungen und nicht zu überwindender Meinungsverschiedenheiten, von Dirigent Uwe Schmitt. Nun galt es einen neuen Dirigenten zu finden was sich als nicht ganz einfach erwies.

Ab Januar 2004 bis Juli 2005 stand der KKMV unter der musikalischen Leitung von Herrn Walter Sachs, Leiter des hessischen Polizeiorchesters, aus Armsheim. Durch diesen Kontakt konnte ein Benefizkonzert im Frühjahr 2005 des Hessischen Polizeiorchesters arangiert werden. Der Erlös wurde zur Reparatur der Kirchenorgel in der St. Bartolomäus-Kirche verwendet.

Um ein Zerbrechen des Vereins zu verhindern, übernahm unser Posaunist Philipp Marouelli ab Juli 2005 die musikalische Leitung des Vereins und sicherte so die Spielfähigkeit bei Auftritten und das wöchendliche Proben.

Neuen Aufschwung im Verein wurde ab Januar 2006 durch die Verplichtung von Herrn Alexander Mitesser aus Siefersheim gewonnen. Durch seine Auswahl an modernen Musikstücken und die Verlegung der wöchendlichen Probezeiten ( von 19:30 bis 21:30Uhr ) wird hier besonders der Jugend entsprochen, die mit wesendlich größerer Freude und Lerneifer die Proben besucht.

 

 

Übersicht

 

 

Erste Vorsitzende seit der Vereinsgründung

 

1907 - 1926          Philipp Herberg
1926 - 1952          Jakob Flörcks III.
1952 - 1959          Johann Wendel
1959 - 1966          Johann Peter Stappert
1966 - 1970          Norbert Flörcks
1970 - 1975          Karl-Heinrich Kloh
1975 - 1977          Paul Flörcks
1977 - 1980          Werner Fuchs
1980 - 1983          Hans-Walter Schmittel
1983 - 1987          Karl-Heinrich Kloh
1987 - 2004                  Paul Flörcks
seit 2004             Markus Flörcks

 

 

 

Dirigenten seit der Vereinsgründung

 

1896 - 1903          Lehrer Georg Faust
1904 - 1907          Lehrer Schipper
1907 - 1928          Jakob Engelmann
1928 - 1959          Johann Wildmann
1959 - 1960          Hans Flörcks 
1960 - 1961          Hans Engelmann 
1961 - 1994          Helmut Knopp
1994 - 2003          Uwe Schmitt
2004 - 2005          Walter Sachs
seit 2006                   Alexander Mitesser

 

Katholische Pfarrer seit der Vereinsgründung

1887 – 1920                           Joh. Evangl. Ackermann
1920 – 1921                           Franz Joseph Pfuhl
1921 – 1929                           Johann Reutter
1929                       Friederich Rieth
1929 – 1936                           Joseph Adam Krämer
1936 – 1944                           Andreas Malsy
1944 – 1963                           Friedrich Julius Duchrow
1963 – 1971                           Karl-Martin Hasenfuß
1971 – 1996                           Friedrich Götze
1996 – 1999                           Johannes Merkel
1999 –2009                                Heinz-Jürgen Förg

2009-2010       als  Übergangs Pfarrer Thrien und Dekan Kaiser

seit  2010                                 Pfarrer Mathias Becker

 

 

 

Bürgermeister seit der Vereinsgründung

1896 – 1903                 Carl Lebert
1904 – 1919                 Erwin Roemer
1920 – 1931                 Franz Regner
1932 – 1945                Karl Heinrich Roemer
1945 – 1956                Peter Joseph Herberg
1956 – 1966                Christian Wilhelm Lawall
1966 – 1969                Heinrich Böhler
1969 – 1974                Heinrich Neunecker
1974 – 1979                Franz Josef Seitner
1979 – 1984                Heinz-Hermann Schnabel
1984 – 1999                Ludwig Jakobs
  1999-2014                      Heinz-Hermann Schnabel

seit 2014                     Karl Sailer

 

 

KKMV Erbes-Büdesheim